Das Kehlsteinhaus auf dem Obersalzberg in Berchtesgaden war für viele unserer Gäste dieses Sommers ein beeindruckendes Ausflugsziel.
Das Kehlsteinhaus ist auch unter dem Namen “Eagles Nest” bekannt und liegt auf 1834 m Seehöhe. Die Zufahrt vom Obersalzberg auf zum Kehlsteinparkplatz erfolgt auf einer eindruckvollen Hochgebirgsstraße mit speziellen Bussen.
In nur 13 Monaten wurde die Straße in den harten Fels des Kehlsteins gesprengt. Oben angelangt geht man durch einen 124 Meter langen Tunnel durch das Felsmassiv und man kommt zu einem großen messingverkleideten Aufzug. Mit diesem gelangt man in nur 41 Sekunden ganze 124 Meter höher in das Innere des Kehlsteinhauses. Das wuchtige Bauwerk mit seinen meterdicken Grundmauern eröffnet dem Besucher einen beeindruckenden Blick über das Berchtesgadener und Salzburger Land. Leider war das Wetter am Tag unseres Ausflugs nicht perfekt – so konnten wir die grandiose Aussicht nicht genießen, aber auch die Räumlichkeiten und die Geschichte des Ortes haben uns sehr beeindruckt. Und beim Abstieg haben wir tatsächlich den blauen Himmel kurz entdeckt.

Kurz zur Geschichte des Hauses:
Das Kehlsteinhaus wurde von der NSDAP während des 2. Weltkrieges gebaut – als Geburtstagsgeschenk für Adolf Hitler zu seinem 50. Geburtstag. In nur 17 Monaten wurde der Bau der Straße und des Hauses bewerkstelligt – mit über 3000 Männern und einem Budget von 113 Millionen Euro. Hitler besuchte das Kehlsteinhaus allerdings äußerst selten. Die Bomben der Aliierten im Zweiten Weltkrieg trafen das Kehlsteinhaus nicht und auch in der Zeit danach unterblieb die Sprengung des Hauses.
Das Kehlsteinhaus ist daher heute noch in seiner ursprünglichen Form erhalten und wird seit 1952 als Berggasthaus durch private Pächter geführt. Die Erträge fließen gemeinnützigen Zwecken zu.

  

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